
Bei der Mannheimer Netzwerk Elaborations Technik handelt es sich um ein computergestütztes wissensdiagnostisches Instrument. Das Programm ist lauffähig unter den Betriebssystemen Windows ME, Windows 2000 und Windows XP. Mit diesem Instrument werden die Vorteile von Strukturlegetechniken (concept maps, cognitive maps, mind maps etc.) mit komfortablen Möglichkeiten der Erstellung am PC und umfangreichen statistischen Auswertung verknüpft. Die Unterstützung des Betriebssyytems Microsoft Windows 98SE erfolgt nur eingeschränkt und kann daher nicht garantiert werden.
Den meisten Programmen, die Concept-Mapping am PC anbieten lassen zwar Netzstrukturen über Wissensgebiete komfortabel abbilden, die Beurteilung ihres Inhaltes und insbesondere der Vergleich verschiedener Strukturen des selben Wissensgebietes bleiben aber verschlossen. Gerade in diesem Bereich ist ein wesentlicher Vorteil der Mannheimer Netzwerk Elaborations Technik zu finden. So können anhand frei zu definierenden Wissensdomänen von verschiedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eigene Wissensrepräsentationen erstellt und miteinander oder mit einer Referenzstruktur anhand grafentheoretischer Indizes und Korespondenzkoeffizienten auf Strukturparameter und mit korrespondenzanalytischen Analysemethoden auch auf ihre Übereinstimmungen überprüft werden. Ein nahe liegendes Anwendungsfeld ist hier also die Vermittlung von vernetztem Wissen und die Überprüfung der Wissensrepräsentationen auf ihre Übereinstimmung mit einer Referenzstruktur.
Die Mannheimer Netzwerk Elaborations Technik kann genutzt werden, um zu Beginn einer Unterrichtseinheit das Vorwissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu bestimmen. So kann ein Wissensnetz mit den bis zu diesem Zeitpunkt vielfach nicht (oder nicht zutreffend) bekannten Begriffen und Zusammenhängen angefertigt werden. Nach erfolgter Unterrichtseinheit kann dann anhand der bereits vorgegebenen Ausgangskonfiguration eine erneute Wissensrepräsentation angefertigt werden. Der Vergleich der Vorwissenrepräsentation mit einer Referenzstruktur (eine korrekte Darstellung des Lernziels) und der Vergleich der Wissensrepräsentation nach der Unterrichtseinheit mit derselben Referenzstruktur sollten bei Erfolg der Unterrichtseinheit zu einer Verbesserung der berechneten Indikatoren führen.