Einzelanalyse

Hier wir gezeigt, welche Auswertungsmöglichkeiten bei einer Einzelanalyse ohne Korrespondenznetz bestehen. Bei einer Einzelanalyse wird ein einzelnes Netz betrachtet, sofern kein zweites Netz als Vergleichsnetz herangezogen wird, erfolgt auch keine Korrespondenzanalyse. Die Korrespondenzanalyse dient dem Vergleich zweier Netze auf Übereinstimmungen und Unterschiede.

Die Einzelanalyse einer markierten Map kann über das Menü oder das icon in der Menüleiste erfolgen.

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n der Analyse werden Kennziffern für allgemeine Strukturparameter angegeben.

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Über die Karteireiter in der Tabellendarstellung können die einzelnen Rubriken angezeigt werden. In der ersten Rubrik ‚Allgemein’ sind zunächst Angaben über die Konfiguration gegeben (Begriffe, Verknüpfungen, maximaler Umfang) und zusätzlich Angaben über das spezifische Netz (Umfang, Verknüpfungsdichte, Zerklüftetheit, gerichtete und ungerichtete Distanz und – bei modalen Netzen (diese werden später noch behandelt) – die Abbildungsleistung. Die Berechnungsformeln sind im Anhang aufgelistet.

Begriffe:

Anzahl der in der Konfiguration definierten Begriffe.

 
Verknüpfungen:

Anzahl der in der Konfiguration definierten Verknüpfungen.

 
Maximaler Umfang:

Maximale Anzahl an Verknüpfungen, die bei einer vollständigen Vermaschung des Netzes möglich ist. Jeder Begriff wäre mit jedem anderen Begriff verknüpft.

 
Umfang:

Tatsächlicher Umfang des betrachteten Netzes, also die Anzahl der vorgenommenen Verknüpfungen. 

 
Verknüpfungsdichte:

Verhältnis von tatsächlichem Umfang zum maximalen Umfang. 

 
Zerklüftetheit:

Anzahl der voneinander getrennten Teilnetze, die über keine Verknüpfung miteinander verbunden sind. 

 
Distanz:

Bei der Distanz wird betrachtet, welche Anzahl an Verknüpfungen mindestens zwischen zwei Begriffen liegt, also über wie viele Zwischenstationen der Weg von einem Begriff zu einem anderen Begriff zurückgelegt werden muss. Der kürzeste Weg zwischen zwei Begriffen wird als ihre Distanz bezeichnet. Es werden die Distanzen zwischen allen Begriffen paarweise bestimmt und der größte Wert wird hier angezeigt. Die einzelnen (paarweise berechneten) Distanzen werden unter den Rubriken ‚Gerichtete Distanzen’ und ‚Ungerichtete Distanzen’ angezeigt. Die Unterscheidung zwischen gerichtet und ungerichtet bestimmt sich dadurch, ob die Wege nur in Pfeilrichtung (gerichtet) oder auch gegen die Pfeilrichtung (ungerichtet) der Verknüpfungen verlaufen können. Daher können die ungerichteten Distanzen maximal den Wert der gerichteten erhalten, jedoch liegen sie häufig darunter (hier gerichtet: 5 und ungerichtet: 4).

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In der Rubrik ‚Grade’ werden die an den jeweiligen Begriffen anliegenden Verknüpfungen bestimmt. Hierbei werden eingehende und ausgehende Pfeile getrennt voneinander betrachtet und in Eingangsgrad und Ausgangsgrad unterschieden. Die Summe beider Werte wird als Grad bezeichnet. Hier ist zu beachten, dass bei der Bestimmung der Summe (Grad) folglich beidseitige Verknüpfungen auch zweifach gewertet werden, da sie sowohl eine ‚einwirkende’ als auch ‚ausstrahlende’ Bedeutung repräsentieren.

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Der Grad eines Begriffs kann als Indikator für die Zentralität dieses speziellen Konzepts in der Wissensrepräsentation herangezogen werden. Die Werte in den Tabellenspalten können durch anklicken der jeweiligen Überschriftszelle auf- und absteigend sortiert werden. In den unteren Tabellenzeilen werden die Mittelwerte und Varianzen der Spaltenwerte angegeben. Bemerkung für die Statistiker: Die Varianz wird hier nicht als Stichprobenvarianz (Summe der quadrierten Abweichungen vom Mittelwert, dividiert durch die um Eins verminderte Stichprobengröße) bestimmt, da es sich um die Beschreibung eines gesamten Netzes handelt und insofern  im Sinne eines Populationskennwertes berechnet wird (Summe der quadrierten Abweichungen vom Mittelwert, dividiert durch Anzahl der Begriffe). 

Die Rubriken ‚Gerichtete Distanz’ und ‚Ungerichtete Distanz’ zeigen die paarweise bestimmten Werte für die mindestens erforderlichen Wege zwischen zwei Begriffen. Bei der ‚Gerichteten Distanz’ werden die Wege nur in Pfeilrichtung berücksichtigt, daher besteht ein Unterschied zwischen dem Weg von einem bestimmten Begriff X zu einem Bestimmten Begriff Y und dem umgekehrten Weg von Y nach X. Das ist auch nicht anders als bei einer Einbahnstraße in einer Stadt. Wenn Sie mit dem Auto von der Hausnummer 2 zur Hausnummer 6 fahren, sind sie vermutlich schneller am Ziel, als wenn Sie von der Nummer 6 zur Nummer 2 fahren (vorausgesetzt Sie halten sich an die Verkehrsregeln und die Einbahnstraßenregelung verläuft in aufsteigender Hausnummernrichtung), obwohl die direkte (ungerichtete) Distanz kürzer ist.

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Die letzte hier angezeigte Rubrik beinhaltet die ‚Adjazenzmatrix’. In dieser Matrix wird dargestellt, welcher Begriff eingehende oder ausgehende Verknüpfungen hat, die mit anderen Begriffen korrespondieren. Hierbei wird nicht die Art der Verknüpfung, jedoch die Richtung berücksichtigt.

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Die Tabelle kann so gelesen werden, dass man den Begriff in der Spaltenüberschrift als Zielpunkt einer Verknüpfung von den Begriffen der jeweiligen Spalte nimmt, in denen der Wert 1 steht, bzw. den Begriff in der Zeilenbeschriftung als denjenigen, der Ausgangspunkt einer Verknüpfung zu all jenen Begriffen ist, bei denen in dieser Zeile eine 1 steht. So ist In der ersten Spalte bei dem Begriff ‚Nr 2’ der Wert 1 eingetragen, also gibt es eine Verknüpfung von ‚Nr. 2’ zu ‚Nr. 1’. 

siehe auch: Einzelanalyse mit Korrespondenzanalyse und Gruppenanalyse

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